Starke Keime: Ökologische Saatgutzüchtung

Meine Kinder lieben das Spiel: Beim Landwirtschaftssimulator im Internet rasen sie mit virtuellen Traktoren und Mähdreschern übers Feld, pflügen, säen, ernten, was das Zeug hält – vom Erlös kaufen sie neue Landmaschinen. Und Saatgut. Denn die traditionelle Methode – einen Teil des Korns aufbewahren und wieder aussäen – funktioniert nicht.

Nur ein Spiel? Von wegen. Auch in der Realität ist „Nachbau“ kaum noch möglich. Der Grund ist hochgezüchtetes Hybridsaatgut, mit dem die Agrarkonzerne den Markt überschwemmen und viel, viel Geld verdienen. Denn ein angezüchteter „Kopierschutz“ bewirkt, dass die Hybridpflanzen nur einmal Ertrag bringen. Die Landwirte müssen ihr Saatgut jedes Jahr neu kaufen.

Was Ökozüchter dem Einmal-Saatgut der Konzerne entgegenzusetzen haben, wie wertvoll ihre Arbeit ist und wie wenig sie wertgeschätzt wird – darum geht es in meinem Bericht „Starke Keime“ in der November-Ausgabe der „oya“.